CamperLove – Sommerinterviewreihe

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Weil ich Austausch liebe und Social Media nun einmal vom diesem und dem Interesse an Geschichten lebt,  gibt es in diesem Sommer ganz viel “ CamperLove “ .

 

Bei der Familycon hatte ich diese spontane Interviewidee und in den Tagen danach kamen mir immer mehr mögliche Interviewpartner in den Sinn.
Und weil die Motivation nach diesem Event natürlich hoch war und Mareike immer schön darauf hinweist, dass man sofort in Planung gehen soll, habe ich die Gelegenheit beim Schopf gepackt und auch Mareike ins Boot geholt. Wen sonst, wenn nicht die #QueenofTeamStreber ? Mmh? :D
Gerade weil die Nachbereitung der Familycon anstand und Mareike diverse neue Projekte am Start hatte, hat sie ihrem Ruf (siehe oben!) alle Ehre gemacht und ihren Artikel als Erste abgegeben o.O

Na gut, es passte natürlich perfekt, dass auch Mareike zu den Campern gehört. Daher darf sie diese Sommer-Interview-Reihe eröffnen <3

 

Zum Kennenlernen ein wenig zu ihrer Person:
Mareike Schamberger

Ehefrau, Mama, Konferenz-Veranstalterin, Webdesignerin, Bloggerin, Marketing Profi, Ghostwriterin, Perfektionistin. Sie ist die Anführerin vom #TeamStreber Mitbegründerin der Firma Blog-Profi UG und seit 2018 nun auch im Veranstalter-Team der FamilyCon. Sie kann ihren Kunden auch technische Themen mit dem nötigen Humor erklären und ist Profi für lebenserleichternde Strukturen und elegante Arbeitsabläufe.

Mareike ist ein echter Allrounder. Wenn sie sich etwas in den Kopf gesetzt hat, dann kann nur sie selbst sich aufhalten.

Let´s go:

 

Wie bist du zum Campen gekommen?

Interessante Frage, ich würde sagen in dem Fall führen viele Wege auf unseren derzeitigen Campingplatz. Ich war früher schon immer mal wieder campen. Kanufahren an der Lahn und auf der mecklenburgischen Seenplatte. Später dann auch Korfu und immer wieder bei Wanderritten. Also alles in allem ganz unterschiedliche Erfahrungen.

Mein Mann war als Kind Dauercamper. Als die Kinder kamen war das immer wieder Thema. Man will den eigenen Kindern ja irgendwie die eigenen schönen Kindheitserfahrungen auch ermöglichen.

Irgendwann haben wir uns dann einfach mal Plätze angeschaut und sind hier hängen geblieben.

Warum dabei geblieben?

Weil es uns erfüllt und glücklich macht. Hier ist unser Leben so leicht und frei. Weg von zu Hause, von allen Verpflichtungen, Haushalt und dem Schreibtisch.

Unser Wohnwagen ist vintage. Ein Kip von 1974. Sehr gut erhalten und mit einem sehr liebevoll ausgebauten Vorzelt. Da konnten wir vor zwei Jahren mit unsren zwei Krabbelkindern direkt einziehen.

Hier kann ich einfach ich selbst sein. Dem Gras beim Wachsen zuschauen, ab und zu mal mähen und die Ruhe genießen.

 

Wie campst du am liebsten?

Wir leben hier unter sehr einfachen Verhältnissen und ich liebe das.

Es gibt keinen Fernseher, kein warmes Wasser aus der Leitung, keinen Backofen und keine Waschmaschine. Unter der Woche schaue ich, dass ich den Haushalt schaffe und wir genug Reste haben, damit ich am Wochenende nicht kochen muss. Wer Hunger hat, holt sich was aus dem Kühlschrank oder wartet, bis der Papa grillt. Hier haben alle Urlaub. Auch die Mama.

Außerdem gibt es kein WLAN und das sorgt dafür, dass ich den nötigen Abstand zur Arbeit bekomme.

 

Zeltcamper/ Wohnwagen -mobil/ dauercamper/ ein Platz oder roadtrip/

Oh am liebsten alles. In der Reihenfolge und je nach Gelegenheit. Momentan ist unser fester Wohnwagen für uns genau das richtige.

Wir können Freitags schon mal los fahren und mein Mann kommt einfach irgendwann nach. Das ist dieser eine große Vorteil, der gerade massiv überwiegt.

Es gibt sicher schönere Plätze mit wunderbaren Ausflugszielen… aber mal ehrlich: wir würden nicht öfter als 4-6 mal im Jahr wirklich weg fahren. Momentan ziehen wir konsequent jeden Freitag um und gönnen uns eine Auszeit.

Das darf gern im Lauf der Zeit um dein einen oder anderen Roadtrip ergänzt werden. Für nächstes Jahr haben wir Schottland angedacht und auch wenn unsere erste Anlaufstelle bei Nadia im Rosegrove Guesthouse sein wird: ich kann mir sehr gut vorstellen, eine Woche im Wohnmobil unterwegs zu sein, um einfach noch mehr zu sehen.

 

Worauf achtest du bei Wahl eines Campingplatzes?

Wir wollten nicht weiter als 20 Minuten fahren. Erreichbar, aber eben doch nicht daheim.

Die Duschen sollten sauber und beheizbar sein.

 

Wie empfindest du die Camper-Gemeinschaft?

Sehr herzlich und familiär. Jeder gibt, was er hat und man achtet sehr aufeinander. Meine Kinder haben hier noch nie vor verschlossenen Türen gestanden und schnell Freunde gefunden.

Aber grade als Dauercamper bekommt man hier eben auch viel mit.

Hier gibt es viele Monteure, die wochenweise bleiben. Oder Opler, die hier eine Zweitwohnung haben und am Wochenende nach Bochum zur Familie fahren.

Etliche, die ganzjährig auf dem Campingplatz wohnen. Oder Rentner, die den Sommer hier verbringen und im Winter nach Thailand gehen.

Mitten im Rhein-Main Gebiet ist Wohnraum teuer. Da ist Campingplatz eben auch immer wieder mal sozialer Brennpunkt.

Hier wird übrigens erstaunlich selten nach dem Beruf gefragt. Es gibt ja auch wichtigere Dinge.

 

 

Campen – allein oder als Gruppe?

Ich mag tatsächlich beides.

 

Worauf könntest du beim Campen nicht verzichten?

Unseren Grill und guten Kaffee. Ein Buch muss auch immer mit. Ich gehe nirgends ohne Buch hin und lese tatsächlich auch wirklich viel über die Kindle App auf dem Handy.

 

Liebste Reiseziele? Warum?

Ich liebe die Berge. Vor den Kindern sind wir wirklich viel wandern gewesen. Dafür ist gerade nicht die richtige Zeit. Das darf und wird wieder kommen.

Momentan mag ich im Prinzip jedes Stück Land gern, auf dem ein brauchbarer Bauernhof steht. Hier können die Kinder rennen und toben und springen und wir kommen mal zum durchatmen. Können uns mal miteinander unterhalten und auch als Familie viel zusammen entdecken.

Und ganz besonders freue ich mich schon darauf, wenn die Kinder alt genug sind, um vielleicht später mal einen Wanderritt mit mir zu machen. Denn das hat einen ganz besonderen Zauber.

 

Der Ratschlag für Erst-Camper?

#80istdasneue100

Tatsächlich braucht man weniger Gepäck, als man denkt. Als ich den großen Ritt mit meinem Pferd gemacht habe, hatte ich für eine Woche 12kg Gepäck. Und da war das Gepäck für das Pferd dabei. Ein bisschen Futter, Putzzeug, Ersatzteile für die Hufschuhe, Fliegendecke. Für mich nicht viel mehr als den Schlafsack und die Isomatte. Zahnbürste und ein Taschenbuch, bei dem ich immer den gelesenen Teil abgerissen habe, das musste man dann schon nicht mehr schleppen.

 

Dein liebstes Camping-Gadget?

Ganz klar: Mein iPad.

Zusammen mit der Tastatur perfekt, um auch unterwegs zu schreiben. Tatsächlich habe ich große Teile meines Buches “Kooperationen für Blogger” auf dem Campingplatz geschrieben. Ganz in Ruhe, während die Kinder im Sandkasten gespielt haben oder eben abends, wenn die zwei im Bett waren. Schreiben entspannt mich sehr und ich kann so meine Gedanken ordnen und Kraft daraus schöpfen.

Ich bin allerdings noch auf der Suche nach einer beleuchteten Tastatur. Momentan setze ich abends dann die Stirnlampe auf und die ist ja ohnehin DIE Geheimwaffe auf dem Campingplatz. Genau das ist hier aber das Problem: denn die will ja abends jeder haben.

 

Dein schlimmstes/ skurrilstes Campingerlebnis?

Ich habe einen Spezialisten bestellt, der unseren Wohnwagen auf Herz und Nieren prüfen sollte. Immerhin war noch eine Gasanlage drin, die so alt war wie Methusalem. Von dem wollte ich wissen, ob und wie wir die restaurieren können oder ob die direkt raus kann.

Als der vorgeschlagen hat, dass es ja am besten wäre, wenn mein Mann bei dem Termin dabei ist, weil es sich ja schon um eine technische Frage handelt und ihn der Mann ja dann auch direkt bezahlen könne…. Naja. Er kannte mich eben einfach nicht.

 

Und das Schönste Erlebnis?

Definitiv der lange Ritt. Noch nie habe ich so viel Gastfreundschaft erfahren dürfen. Ich wurde von völlig fremden Menschen zum Essen eingeladen. Zum Eis oder auf einen Plausch.

Es hat kaum jemand Geld von mir angenommen. Nicht für Essen, nicht für Übernachtung, nicht für Pferdefutter. Aber es gab jeden Abend ein Lagerfeuer, um das sich viele fremde und hilfsbereite Menschen mit mir gesetzt haben, um zu erfahren, wie man als junge Frau darauf kommt, ganz allein mitten durch das Rhein-Main Gebiet zu reiten, um dann abends in einem fremden Stall im Heulager zu schlafen.

Ob ich das je wiederholen kann: ich denke nicht. Und das ist auch gut so. Denn dieser Ritt war etwas ganz Besonderes.

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<3lichen Dank Mareike für deine Offenheit und deine Zeit, die du dir auch im Nachgang der Familycon für meine Fragen genommen hast!!!
Ich fand es sehr interessant, da wir dich auf deinem Blog eher internetbezogen erleben dürfen (welch ein Glück, manch deiner Posts hat mich schon vor Nervenzusammbrüchen bewahrt ;) )

Wer mehr über Mareike wissen möchte und dem #TeamStreber beitreten mag, kann dies über folgende Wege tun:

Homepage: TeamStreber
Instagram: _teamstreber_

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