Entlaufener Hund – was nun?

|Artikel enthält Affiliates| Am letzten Wochenende waren wir unterwegs und auf dem Heimweg stand ein entlaufener Hund am Strassenrand.

Nachdem wir kurz beratschlagten, ob wir uns die Situation genauer ansehen sollten, rasten nachfolgende Fahrzeuge ohne Rücksicht geradewegs an dem Tier in hohem Tempo vorbei.

Ein entlaufener Hund

Also wendeten wir wieder und fuhren vorsichtig auf den Seitenstreifen, wo der Hund noch damit beschäftigt war, Soße von einer weggeworfenen Plastiktüte abzulecken.
Kurz die Lage gecheckt, nach dem Besitzer Ausschau gehalten und beschlossen das strubbelige Tier in Obhut zu nehmen.

Ein erleichtertes Tier

Zu Glück wirkte das Tier eher erleichtert ob der Aufmerksamkeit. Es ließ sich leicht anleinen und problemlos führen.
Eine erste Überprüfung ergab: zotteliges Fell mit allerlei Laub und Gestrüpp, Halsband ja, keine Marke, keine Tätowierung im Ohr, ein eher älteres Tier, getrübte Augen, humpelnd.

Wer kann helfen?

Unser erster Ansatz war es bei der zuständigen Polizeibehörde anzurufen, sollten dort doch Kontakte zum Tierschutz etc zu finden sein.
So die Theorie. In unserem Fall sah die Praxis so aus, dass (es war ja Feiertag *augenroll*) lediglich die Aussagen kam, dass dort keinerlei Möglichkeit bestünde das Tierheim zu kontaktieren, kommen könnte auch keiner und sonst würden  ja auch keine Fundtiere aufgelesen werden. Ahja. Ich lass das mal so stehen.

Selbst organisiert

Zum Glück kannten wir den Weg zum Tierheim sehr gut und hofften, dass uns bzw mehr dem Tier dort trotz des Feiertages geholfen werden könnte.
Während die Kinder schon auf den Zuwachs eines zweiten Hundes hofften (nein!!! ;) ) fuhren wir also den Hund zum Tierheim.

Welch ein Glück, das Tierheim war besetzt

Kurz die Situation erklärt, der Mitarbeiter hat das Tier ebenfalls einer kleinen Überprüfung unterzogen und ging los, das Chip-Lesegerät zu holen.
Wir hofften ja still, dass das Tier vermisst würde (und kein Aussetzungsfall des langen Wochenendes gewesen ist) und der Besitzer dank einer Registrierung schnell ausgemacht werden könnte.

Leider traf nur die Hälfte zu: der Hund war gechipt, aber nirgendwo registriert :/

Er kam in die Quarantänestation, der Mitarbeiter war etwas irritiert wegen der Reaktion des Polizeibeamten, denn die Beamten hätten einen Schlüssel zur Quarantäne um jederzeit Fundtiere unterbringen zu können. Nun….

Wir versprachen im Namen der Kinder nach ein paar Tagen noch einmal nachzuhaken, wie es dem Rüden (Info dank des netten Tierheimmitarbeiters) so erginge.

Ein glückliches Ende

Am Abend erreichte uns ein Anruf (denn Telefonnummer und Name von uns hatte der Polizeibeamte aufgenommen) der Besitzerin.

Eher irritiert, dass sie ihren Hund nun im Tierheim abholen müsste (dessen Telefonnummer sie von der Polizei bekam. Ihr erinnert euch? *siehe oben*) und immerhin war sie über eine Stunde nach uns an der Fundstelle, da hätte sie ihn ja wahrscheinlich auch entdeckt. Ähm, ok!
Immerhin hatte es dieses über 15 Jahre alte, humpelnde Tier geschafft seinem Frauchen zu „entflitzen“.

Der Hund ist weg – was kann ich tun?

Falls der -für dich vielleicht unwahrscheinliche- Fall eintritt, dass dein Hund verlorengeht, kannst du im Vorfeld schon einiges dafür tun, deinen Liebling schneller und möglichst unversehrt wiederzubekommen. Vor allem macht es die Situation für den Finder wesentlich einfacher und damit auch deinem Liebling:

Der klassische Adressanhänger*

Wer kennt nicht diese kleinen Kapseln, in denen sich ein kleines Zettelchen mit Name des Hundes, Anschrift und Kontaktdaten des Besitzers befindet.
Leider drehen sich diese sehr schnell auf und die halbe Kapsel inklusive Zettel haben sich verabschiedet.
Ansonsten gibt es Marken mit Gravur. Aber nicht jeder mag seine Daten recht offen herumtragen lassen und bei Änderung der Telefonnummer ist eine neue Marke fällig. Vergisst man ja auch gern ;)

GPS Tracker für Tiere*

Wie gut und zuverlässig diese Geräte funktionieren, kann ich nicht beurteilen und fand für unseren Bedarf diese Geräte nicht geeignet.
Aber es gibt sicherlich die passende Zielgruppe – also informieren schadet nicht.
Nachteil: sehr oft Abokosten, wenn man vergessen hat den Tracker aufzuladen nutzt das Gerät auch nicht,

Steuermarke

Ja, wäre schon schön ein angemeldetes Tier vorzufinden. Die Steuermarke hilft zumindest den Meldeort des Tieres zu erfahren um dort die zuständigen Stellen informieren zu können.

Marke des Haustierregisters

Die beste und einfachste Lösung: der Hund wird hier anhand seines Chips registriert, die Marke offenbart eine individuelle Nummer und enthält keine persönlichen Daten.
Eine neue Marke wird nicht bei Umzug oder Nummernwechsel fällig. Lediglich die Meldeadresse im Register muss neu gemeldet werden.
Anbieter zum Beispiel „Tasso“ oder „Findefix

Im Falle des Fundes kann direkt die Registerstelle angerufen werden,  die Besitzer kontaktiert – alle happy (im besten Fall).
Die Geschichten rund um die zurückgeführten Tiere sind sehr interessant, auch weil manche nach sehr langer Zeit aufgefunden und identifiziert werden können.

Unser Hund ist bei „Tasso“ registriert, da wir oft mit einer Retriever-Leine* unterwegs sind, wo das Tier unangeleint nichts mehr am Körper hat. An der klassischen Leine verbleibt das Halsband am Hund – inklusive Steuer- und Registermarke von Tasso.

Ich hoffe, dass diese Vorsichtsmassnahmen im Ernstfall Früchte tragen!

Falls du ein Tier auffindest: 

— vorsichtig nähern (lieber zu wenig als zu viel)
— nach dem Besitzer Ausschau halten, eventuell rufen
— Polizei und/ oder Tierschutz kontaktieren

Wenn dein Tier gefunden wurde:

Sag doch einfach „Danke“ – jemand hat nach bestem Wissen und Gewissen reagiert und für die Sicherheit deines Tieres gesorgt.

Nachtrag: all´diese Tipps können natürlich auf für deine Katze hilfreich sein, allerdings entfällt ja dort oft der Faktor Anhänger, da viele Tiere ohne Halsband unterwegs sind. Daher macht eine Registrierung in einem Haustierregister am meisten Sinn! ;)

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